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Willkommen auf meiner Seite für italienischen Messer- und Stockkampf!

Die Unterrichtsinhalte und Prinzipien der volkstümlichen italienischen Fechtkünste mit Messer und Stock gehen der Legende nach auf die alten Meister des Mittelalters und der Renaissance zurück; man weiss es nicht mehr wirklich, Beweise hierfür gibt es keine. Sie zählen zu den effizientesten und elegantesten Methoden des Messerfechtens überhaupt.

Die Systeme sind zahlreich und behandeln den Umgang mit Messer und Dolch, Rasiermesser, diversen Stöcken, Beil, flexiblen Waffen und der leeren Hand. Diese Schulen stammen von Hirten und Bauern, aus der Arbeiterschicht, von jugendlichen Schlägerbanden und von Seefahrern bzw. von Söldnern zur See. Die Blütezeit der italienischen “Fechtkünste des Volkes” lag zwischen 1850 und 1945. Die ältesten Zeugnisse stammen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Im Laufe meines Studiums durfte ich verschiedene Schulen bzw. Systeme kennenlernen, die ich vereint schlicht als Traditional Italian Knife Fighting (TIKF) bezeichne. Es handelt sich dabei vorwiegend um Fechtschulen und Systeme der Verteidigung aus Süditalien wie auch aus Ligurien, meiner Heimat im Norden der Halbinsel.

Der Unterricht findet  in meiner kleinen heimischen Trainingshalle, im Freien und/oder auf Seminaren statt. Hier ein kleiner Einblick:

Die italienischen Wege des Waffenkampfes stellen eine alte und noch intakte europäische Tradition dar. Sie erfordern Hingabe, Eleganz und Präzision, doch das Opfer lohnt sich.

Mein Dank gilt vorwiegend meinen Schülern und Freunden, die seit vielen Jahren diesen Weg mit mir gehen, meinen Lehrern, die mir die Tür zu ihren Künsten öffneten und meiner Familie, die stets viel Geduld und Verzicht aufbringen musste.

 

Ausbildung zum Lehrer im TIKF/ Instructorship TIKF

DEUTSCH                                                                                                                                                        Um allenatore (Trainer) zu werden und eine Trainingsgruppe zu leiten, muss der Grundkurs Messer erfolgreich absoviert worden sein, der das klassisch vokstümliche Duell behandelt. Hierfür muss der Anwäter die traditionelle “Form” (scuola) wie auch Grundzüge der Unterweisung (insegnamento) für Messer und Stock durchlaufen haben. Ferner muss dem angehenden Lehrer die traditionelle Didaktik bekannt sein.

Um innerhalb des TIKF istruttore zu werden, ist es erforderlich, dass der Anwärter/die Anwärterin das zuvor Erlernte verbessert und zusätzlich die Module “Nahkampf mit dem Messer” sowie “das Messer mit Hilfsgegenständen”  durchlaufen hat.

Um maestro zu werden, müssen die oben erwähnten Bereiche vollends beherrscht, d. h. frei angewandt werden können, ohne dabei die systemspezifische Eleganz zu verlieren. Auch ist die Kenntnis im Umgang mit dem raditionellen Hirtenstock (bastone) erforderlich. Letztendlich ist es notwendig, Geschichte, Kultur und Brauchtum unserer Traditionen zu kennen sowie die einzelnen Schulen, die das TIKF ausmachen, unterscheiden und lehren zu können. Die Ausbildung findet in der sogenannten Master class statt.

ENGLISH                                                                                                                                                                                                                                                      To be recognized as trainer (allenatore) and to run a class it is neccessary to have passed the basic course “popular duelling knife”. The candidate there learns the traditional “form” (scuola) as well as the basic elements of the tuition (insegnamento) with the knife. Further more the future trainer has to know the traditional didactics of the system.

To be recognized as istruttore within the TIKF the candidate, besides of the above mentioned elementary skills, the candidate has to pass the courses “close range fighting with the knife” as well as “the knife in conjunction with the coat and other items”.

To be recognized as maestro it is neccessary being able to apply the above mentioned form and tuition at high quality level by keeping up the specific elegance of the system. The traditional shepherd stick (bastone) has to be known as well. Last but not least it is required to know the history, the culture as also the conventions of our traditions and also to know the different traditions of which the TIKF is made of. The aspirant has to join the so called master class.

 

 

© 2011-2014 Text / Fotos by Roberto Laura

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