Letztes Update: 26. Mai 2006
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Die italienische Kunst des Kampfes, insbesondere des Klingenkampfes, reicht nachweislich bis in die Zeit um 1350.
Die Methoden sind zahlreich und behandeln den Umgang mit Schwert, Messer und Dolch, Stock, Beil, flexiblen Waffen und der leeren Hand.

In der Scuola d´Armi (deut.: Waffenschule) unterrichte ich mein System, la Superba. Es ist auf die bürgerlichen Methoden Nord-, Mittel- und Süditaliens spezialisiert. Im Wesentlichen sind es drei Künste, die den Kern der Superba ausmachen:

1. das apulische System, i Cavallieri dell Umiltà (deut.: die Ritter der Demut).
2. das ebenfalls apulische System, a Cielo e Meraviglie (deut.: wie Himmel und Wunder).
3. die genuesische Waffenkampfkampkunst, Bastone e Coltello Genovese (deut.: genuesischer Stock- und Messerkampf).

Die bürgerlichen Methoden Italiens stammen von Hirten und Bauern, aus der Arbeiterschicht, von jugendlichen Schlägerbanden (berüchtigt waren z. B. die römischen bulli; circa 1880-1920) und zum Teil auch von den "ehrenwerten Gesellschaften", wie z. B. der neapolitanischen Camorra, der sizilianischen Mafia und der kalabresischen Ndragheta. Die Blütezeit der Unterweltmethoden lag zwischen 1850 und 1945. Die Traditionen der ländlichen Künste und der Künste aus der Arbeiterschicht reichen zum Teil bis in die Anfänge des 15. Jahrhunderts.

Mein Dank gilt meinen Lehrern, die mir die Tür zu diesen verloren geglaubten Künsten öffneten.

Die italienischen Wege des Waffenkampfes stellen eine 650 Jahre alte europäische Tradition dar. Sie erfordern Hingabe, Eleganz und Präzision. Dem Forschergeist interessierter Menschen und der Bereitschaft einiger Lehrer haben wir es zu verdanken, dass diese Künste heute für die Allgemeinheit offen stehen. Es sollte unser Ziel sein und es ist unser Ziel, diese traditionsreichen kulturellen Schätze zu pflegen und zu fördern.

Allen ernsthaft interessierten und mündigen Bürgern steht der Weg offen, diese traditionsreiche und effektive Kunst des Kampfes zu erlernen.

Mein weiterer Dank gilt meinen Freunden, Trainingspartnern und Schülern. Letztendlich bedanke ich mich bei Ani Ritzel, sie ist für die Entstehung dieser Seiten verantwortlich und bei Franz Mertens, der sie hervorragend pflegt und weiterentwickelt.


Roberto Laura
Neckarsulm, 26.05.2006